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Strandhochzeit in Canada

oder auch, wie es dazu kam, das eines unserer Hochzeitskleider die Welt sehen durfte…

johanna und Tilmann

Es war Samstag als ich erfuhr, dass die Hochzeitssaison wieder begonnen hat.
Ich sitze im Büro und brüte über den Steuern, die schon längst bei der Steuerberaterin sein sollten. Gedankenverloren rühre ich in meinem Kaffee als sich die Tür unseres Showrooms öffnet. Herein kommen Johanna und Tilmann mit ihrer kleine Tochter Emilia im Schlepptau, die leicht verschlafen aus ihrem Kinderwagen schaut.
Ob wir Hochzeitskleider anfertigen, fragte Johanna, sie hätten da einen Tipp bekommen.

Ja, das machen wir, antworte ich erfreut, endlich eine richtige Entschuldigung gefunden zu haben, dem drögen Papierkram für heute den Rücken zu kehren.

Ich machte den beiden einen Kaffee, für Emilia fand ich leider nur einen Löffel zum spielen. Gedankliche Notiz: Spielzeug für die kleinen Besucher anschaffen, Löffel sind nicht sehr lustig. Emilia war da anderer Meinung. Während Johanna erzählt was sie sich vorstellte, klappert sie munter mit dem Löffel auf der Tischplatte.

Ein schlichtes Kleid mit ein wenig Spitze und vor allem mit einem tiefen Rückenausschnitt soll es werden. Das gefällt mir schon mal sehr. Da wir jede Saison nur maximal 5 Kleider annehmen können, wählen wir genau aus, ob uns die Anfangsidee gefällt und auch, ob wir mir der Braut auf einer Wellenlänge sind. Denn so ein Kleid ist eine sehr verantwortungsvolle Sache in die wir unser ganzes Herz und Können stecken. Dementsprechend wollen wir vollkommen hinter dem Entwurf stehen.

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Der Harken, rückt Johanna schließlich mit der Sprache heraus, ist, dass das Kleid schon Ende Mai fertig sein müsste.
Das war nicht mehr viel Zeit. In Gedanken überschlage ich: jetzt ist es Mitte März, Tessa ist auf Hawaii im Urlaub bis Anfang April. Das bedeutet, Ausmessen Anfang April, Grundschnitt, Modellschnitt, Spitze finden und bestellen, Fertigung, Anproben… Puhh.. Das wird eng. Aber es ginge. Ich mag Johanna. Ich mag die Idee, nein ich liebe die Idee. Mein Kopf malt jetzt schon Bilder.

Nach einer kurzen Emailkorrespondenz an den Strand von Waikiki ist klar, Tessa mag die Idee ebenfalls, kurz: Wir nehmen den Auftrag an.

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Die Arbeit mit Johanna hat viel Spaß gemacht. Schritt für Schritt erarbeiten wir einen Entwurf. Erst auf dem, Papier, dann an der Braut selbst. Das Kleid hat einen tiefen Rückenausschnitt der in einen oberen und einen unteren Teil unterteilt ist. Das Oberteil besteht aus Spitze der französischen Manufaktur Sophie Hallette die im Vorderteil weiß unterlegt ist. Das Rückteil ist ganz transparent. Wir wollten hier mit der Transparenz der Spitze ein bisschen spielen. Der bodenlange Rock aus zartem Chiffon umspielt Johannas schlanke Figur ganz leicht. Die feine Spitze des Oberteils und die Leichtigkeit des Rockes ergänzten sich perfekt.

johanna und tilmann

Natürlich entstand Johannas Kleid immer unter den wachsamen Augen ihrer Tochter, die bei den Anproben stets dabei war.
Schließlich durfte das Kleid Ende Mai mit den dreien nach Kanada Reisen, wo sie ihre Elternzeit verbringen wollten. Geheiratet wird dann auf Vancouver Island. Am Strand im engen Kreis der Trauzeugen.

johanna und Tilmann

johanna und Tilmann

Liebe Johanna, wir wünschen Dir, Tilmann und Emilia alles alles nur erdenkliche Gute! Ein hipp, hipp hurrah auf Euch! Es war uns eine große Ehre Euch ein Stück des Weges begleiten zu dürfen!

johanna und Tilmann

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Ein Kommentar zu “Strandhochzeit in Canada

  1. Pingback: Brautcouture – oder auch: Ein Hauch von Spitze | the NUSUMstory

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