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NUSUM Shooting Spring/Summer 15

Das Design ist die Essenz jeder Marke. Aber ohne schöne Kollektionsfotos würde man damit nicht weit kommen – schließlich möchte man zeigen, wie die Kollektion aussieht und woher die Ideen dahinter kommen. Einerseits braucht man zu jeder Kollektion ein Lookbook, dass clean und unaufgeregt zeigt, wie die einzelnen Teile getragen aussehen und in welchen Looks sie kombiniert werden können. Andererseits braucht man Moodfotos, die die Stimmung, das Gefühl und die Aussage der Kollektion widerspiegeln und für Werbemittel, die Homepage und so weiter eingesetzt werden. Aber wie kommt man von der fertigen Kollektion zu den perfekten Fotos? Ich muss sagen, ich habe das immer unterschätzt. In meinem Kopf sah das ungefähr so aus: ein Model, eine Location, die Klamotten. Kamera draufhalten. Und fertig. Allerdings musste ich lernen, dass hinter Kollektionsfotos sehr viel mehr steckt. Erstens und ganz wichtig: Eine Fotografin. In unserem Fall Kristina Steiner. Kristina hat mit uns bisher alle Kollektionen bildtechnisch umgesetzt. Mit ihr können wir uns komplett sicher sein, dass sie versteht, was wir mit der Kollektion aussagen wollen und diese in einem Gesamtbild komponiert, dass uns jedes mal wieder zum Staunen bringt. Zweitens: Ein Model. Aber welches Model? Wonach wählt man ein Model überhaupt aus? Wichtig ist natürlich, dass das Model in das Gesamtkonzept von NUSUM passt – und dann auch zum Thema der Kollektion. Lotta wollte für diese Kollektion gerne einen sportlichen Typ, mit kürzerem Haare und einem ausdrucksstarken, ungewöhnlichen Gesicht. Wir finden Kathi – genau so hatten wir uns unser Model vorgestellt! Dann ist es Zeit für die Fittings. Das sind Anproben, in denen man kontrolliert, ob die Kleider a) dem Model passen bzw. wo man gegebenenfalls anpassen muss und b) ob die Looks am Model auch so aussehen, wie sich der Designer das gedacht hat. Da kann es schon passieren, dass schnell noch mal eine neue Kombination zusammen gestellt wird. Und zu guter Letzt: der Papierkram. Lizenzgebühren und Bildrechte müssen natürlich auch abgeklärt werden. Drittens: Die Location. Wir fotografieren eine Sommerkollektion, das heißt wir wollen beim Betrachter auch Sommerfeelings auslösen. In Hamburg, im April, ist draußen fotografieren natürlich riskant. Die Vision unserer Fotografin war eine weiße Wand, „shabby chic“ mit Rissen, blätternder Farbe und Gestrüpp. Ein Hinterhof? Schön wäre natürlich Tageslicht. Nach der Besichtigung verschiedener Fotostudios stießen wir bei unserer Recherche auf das Projekt. 23/Loft. Jasper hat sich dort eine alte Lagerhalle als Film- und Fotolocation ausgebaut. Eine perfekte Location – und Jasper ein super netter Host. Tessa im Loft 23 Viertens: Das Hair & Make-Up. Für professionelle Fotos braucht man auch ein professionelles Hair & Make-Up Styling. Nach Anfragen an verschiedene Hamburger Agenturen haben wir Anne-Marie Busch kennen gelernt. Wir fanden Anne-Marie super, Anne-Marie fand unsere Idee spannend – und somit wurde sie herzlichst in unser Team für das Lookbook Shooting aufgenommen! Fünftens: Das Styling. Klar, wir machen die Kleidung. Aber zu einem fertigen Outfit gehört neben dem Kleidungsstück mindestens Schuhe und eventuell auch Accessoires. Außerdem braucht man zum Teil Requisiten, sogenannte „Props“, um das Bild zu ergänzen. Auch hier durfte ich etwas Neues lernen. Es gibt in Hamburg verschiedene Fundus bei denen man sich von Plateauschuhen bis zu Plastikshushi alles ausleihen kann, was das Styling-Herz begehrt. Ein Paradies für alle Fashion- und Interiorverrückten! styling schuhauswahl IMG_0230 tessa im Fundus Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Jetzt wird es ernst für Lotta und mich. Zwei Tage vor dem eigentlichen Shooting machen wir traditionell ein letztes Fitting der Kollektion am Model. Eine Art Generalprobe. Wir kombinieren die Einzelteile zu Looks und fotografieren sie – so sparen wir uns am Shootingtag wertvolle Zeit und müssen nicht erneut kombinieren. Das ist immer der aufregendste Tag für Lotta, da es jetzt wirklich drauf ankommt. Passen die einzelnen Teile zusammen? Passt das Model? Kommt das Gefühl rüber, dass sie sich die ganze Zeit gedacht hat? Ist es ein großes Ganzes? Lottas Antworten – im O-Ton reichen dann von „Jaaaaa, oh das liebe ich“ über „Neeeein, was habe ich mir denn damit gedacht? Nein, das geht gar nicht!“ bis zu „Aber so? Ja sooo liebe ich es!“. fitting Kathi JAPP es passt! Erleichterung. Der große Tag kann kommen. Mittwoch morgen. 8:00. Am Pulverteich 23. Aufbau. Das Hair & Make-Up. Gewusel. Und auf einmal sind wir mittendrin. Maske Als erstes kommen die Fotos für das Lookbook in den Kasten. Ein Outfit nach dem anderen wird von Kristina abgelichtet. In verschiedenen Posen, von vorne und hinten. Langsam legt sich die anfängliche Aufregung und der Spaß am zusammen arbeiten rückt in den Vordergrund. Wir drehen die Musik auf und lachen alle Anspannung weg! NUSUM_2015_session0531 Kleid Mint Dann Mittagessen. Umbau für die Moodbilder. Mood NUSUM ss15 Wir haben Glück und die Sonne scheint durch die Dachfenster direkt auf Kathi, unser Model. Es entstehen tolle Schatten, genau das was Lotta und Tina für die Bilder wollten. Das Set wird jetzt mehrmals umgebaut, wir räumen und experimentieren. Sitzen stehen, liegen, wieder sitzen. Jetzt darf sogar Karlsson, der Hund von Jasper, mit ins Bild. Ein Outfitwechsel folgt auf den nächsten. carlson Und dann: Das wars. Haben wir jetzt wirklich alles im Kasten? Sind wir wirklich jetzt schon fertig? Oh. Das ging so schnell! team NUSUM Abbau. Und ab ins Büro – Fotos gucken… -Tessa

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3 Kommentare zu “NUSUM Shooting Spring/Summer 15

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